Es reist sich besser mit leichtem Gepäck

Befreie dich von deinem Ballast, denn es nimmt dir die Kraft!

Was schleppen wir alles durch unser Leben? Tonnenweise materielle Dinge. Viele Kilos Übergewicht. Gedanken. Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Reist es sich aber nicht besser mit „leichtem Gepäck“? Dazu gibt es diesen wunderschönen Song von Silbermond

Unsere Wohnungen sind voll mit Dingen. 

es-reist-sich-besser-mit-leichtem-gepaeck4Mir geht es genauso: mein Bücherregal quillt über. Ständig kaufe ich mir neue Bücher. Aber trennen mag ich mich von den alten nicht. In der Küche habe ich nicht nur ein Geschirrsatz. Nein, ich brauche gleich drei! Eines für den Alltag, eines wenn Besuch kommt und dann noch eines für „ganz gut“. Überall Massen von Gegenständen. Mein Kleiderschrank platzt aus allen Nähten. Doch dann habe ich wie jede Frau nichts zum anziehen.

Bewusst wird mir das immer, wenn wieder mal ein Umzug ansteht. Ich bin dann jedes Mal erstaunt, wie viel sich in all den Jahren angesammelt hat. Es kostest unendlich viel Zeit, all das Hab und Gut einzupacken und mit zu schleppen?

Nicht nur materielle Dinge rauben uns den Platz in unseren Wohnungen!

Kilos? Haben wir nicht alle ein paar zuviel davon? Reserve ist doch gut! Es könnten ja schlechte Zeiten kommen! In echt?

Gedanken? Wie schwer fällt es uns, uns von den alten zu lösen. Wie lange schleppen wir vergangenes mit in unsere Gegenwart?

Die Schweizer haben fürs „Umziehen“ ein so schönes Wort: „Zügeln“. Genau! Wir sollten uns „zügeln“ bevor wir dann den ganzen Ballast durchs Leben tragen müssen.

Denn brauchen wir all den Überfluss?

es-reist-sich-besser-mit-leichtem-gepaeck3Ich sage NEIN. Schauen wir uns die Natur an. Jetzt im Herbst ist es so schön zu beobachten. All die Blätter, die von den Bäumen fallen. Der Baum befreit sich von seinen „Energieräubern“. Er zieht sich in sich zurück. Denn er braucht für den harten Winter, die Kraft für sich.

Ich versuche auch gerade, von all den Dingen loszulassen, die ich nicht brauche. Gehe Zimmer für Zimmer durch. Dabei überlege ich mir sehr genau was ich mit den Dingen anstelle. Nur auf den Müll schmeißen möchte ich sie nicht. Wie die Natur die Büsche mit ihrem Laub bedeckt möchte ich auch mit meinen Dingen anderen eine Freude machen. Es gibt viele öffentliche Stellen, die die Gegenstände an Bedürftige weiter reichen. Aber ihr könnt sie auch selber finden. Beispielsweise erben Familienmitglieder unsere Kleidungsstücke. Unsere kleineren Nichten sind immer so glücklich, dass sie Pullis und Hosen von ihrer großen Cousine tragen dürfen. Sogar meine Yasmin ist ab und zu mega stolz, die coolen Sachen von ihrem großen Bruder weiter tragen zu dürfen.

Es ist so wundervoll, anderen eine Freude zu bereiten und dabei selber wieder Raum zu schaffen. Schöne Idee: bevor etwas Neues kommt, geht etwas Altes. So werden die Schränke nie überquellen.

Lernt loszulassen und euch zu trennen!

Eure mich und meine Umgebung entleerende Nicole

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