Kind das darfst du NICHT!!!

Wer kennt diesen Satz von seinen eigenen Eltern nicht. Und wie sehr haben wir ihn gehasst. Schon in unserer Kindheit wurden wir gemaßregelt. Es wurden uns Verbote auferlegt, die wir eigentlich nicht annehmen wollten. Doch als ach so braves Kind hatten wir uns gefügt – oft genug gegen die innere Stimme.

Verbote sind sie denn so wichtig? Brauchen wir als Mensch andere, die uns sagen und vorschreiben was wir dürfen und was nicht?

Doch was hat es eigentlich mit dem Wort „Verbot“ auf sich?

VER – BOT

VER – in Wikipedia picke ich mir diese Definition heraus. Sie trifft genau das über was ich heute sprechen möchte: VER ist eine Vorsilbe, die das betreffende Wort als negativ oder schwierig markiert.

BOT – kommt von bieten, darreichen

So leite ich daraus ab, dass VERBOT eigentlich die Verneinung von bieten, darreichen ist.

Ich reiche dir nicht etwas, sondern ich befehle es dir. Es gilt als Gesetz, welches eingehalten werden MUSS.

Dabei begegnen uns viele Verbote im Alltag. Alleine schon die unzähligen Schilder, die wir auf deutschen Straßen finden: Halteverbot, Tempolimit, STOP, „Rasen nicht betreten“, „Handyverbot“, „Rauchverbot“ und noch viele mehr.

halteverbot  piseln verboten

Und mal ehrlich: wir hassen doch alle diese Schilder. WARUM sollen wir uns etwas verbieten lassen?
Es ist doch unser Leben! Nur wir selber wissen was gut für uns ist und was nicht. Kein anderer kennt uns besser als wir uns selbst. Und so sollten wir es doch handhaben. Wenn wir uns aus tiefstem Herzen die Erlaubnis geben, dann ist es auch in Ordnung. Dann sollte und dürfte keiner uns reinreden und uns begrenzen.

Auch unsere Kinder sollten wir LOS LASSEN. Kein zurückhalten, kein in irgendwelche Normen pressen. Lasst sie so wie sie sind. Sie werden schon merken wo ihre eigenen Grenzen sind. Traut ihnen zu, dass sie das selber erkennen. Nur so entsteht der eigene Mut, zu sich und zu seinen Werten zu stehen.

Ich bin der Überzeugung, dass unsere Kinder dann auch keine Rebellion bräuchtenwie die Pubertät. Wenn sie selber ihre Grenzen kennen und nicht wir sie ihnen setzen, dann brauchen sie auch nicht gegen uns und unsere Wertvorstellungen zu rebellieren. Sie bräuchten dann keine ROTEN HAARE oder Piercings am ganzen Körper, damit wir sehen, sie wollen nicht mehr unseren Werten folgen. Wenn sie bereits ihr eigenes Wertesystem entwickelt haben, dann gibt es keine Grundlage zum Widersprechen oder sich gegen die Eltern zu stellen.

Das Leben sollte „grenzenlos“ sein. Wenn wir alle in uns hinein spüren wissen wir was richtig und was falsch ist. Wir wissen, dass wir nicht auf einer total befahrenen Straße unser Auto abstellen sollten. Wir wissen, dass ein wunderschöner Rasen mit frisch gepflanzten Blumen nicht unbedingt schöner aussieht, wenn wir alle darauf herumtrampeln. Wir wissen, dass – Gott sei Dank – das Essen im Restaurant nicht wirklich schmecken kann, wenn wir von allen Seiten zu gequalmt werden.

DOCH MÜSSEN WIR IMMER DEN ZEIGEFINGER ERHEBEN und alle Welt ermahnen?

Lasst den Finger unten! Hört auf zu bestimmen. Traut eurer Umwelt und vor allem euren Kinder zu, dass sie selber herausfinden können und werden was richtig und was falsch ist!

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