Wenn die Kinder flügge werden

 

 

 

Wenn Kinder klein sind gib ihnen Wurzeln – wenn sie groß sind gib ihnen Flügel!

 

Meine Kinder sind zur Zeit mit ihrem Vater in Tunesien. Ich bin das erste Mal drei Wochen von Ihnen getrennt.
Wau- wie schwer mir das fällt. Es ist schön, ab und zu mit Ihnen zu telefonieren. Es ist schwierig tagelang nichts von Ihnen zu hören. Ich freue mich über die Möglichkeit, per Kamera mit ihnen Skypen zu können. Verfluche sie aber gleichzeitig, wenn ich aufs Handy schaue und vergeblich auf einen Anruf warte.

Loslassen- auch ich muss das lernen. 

Unsere Kinder werden älter – sie werden selbständiger. Ich muss aufhören ständig an sie zu denken. Mir Gedanken machen wie es ihnen geht. Ich muss darauf vertrauen, dass sie mit ihrem Dad eine schöne Zeit haben. Meine Zeit mit Ihnen wird wieder kommen.

Ich muss immer wieder an die Geschichte meiner zukünftigen Schwiegermama Dietlinde denken. Dominik war mit „14“ für 6 Wochen alleine in Marseille. Damals gab es noch nicht die Möglichkeit mal eben schnell mit dem Handy nach dem Wohlbefinden zu fragen. Sie musste darauf vertrauen, dass es ihrem Sohn gut gehe. Und hoffen, dass er wohlbehalten wieder zurück kehrt. Ich habe sie einmal gefragt, wie sie das aushalten konnte. 6 Wochen nicht zu wissen wo ihr Sohn ist und nicht zu wissen wie es ihm geht. Sie meinte, anfangs war es die Hölle für sie, doch mit der Zeit lernte sie zu vertrauen.
Und ich denke, das ist der einzige Weg. Loslassen und Vertrauen 

In diesem Sinne vertraue ich darauf, dass meine Kids nach 3 Wochen wieder wohlbehalten bei mir sein werden.

Und trotzdem freue ich mich über jeden Anruf von Ihnen!

Eure etwas nachdenkliche Nicole

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